Reiseziele

Spanien

Spanien, das Land welches bekannt ist für seine 3 „S“: Sommerurlaube, Sangria und Siesta, zeigte sich uns in einem völlig anderen Licht.

Das lag sicherlich auch daran, dass wir unseren Aufenthalt auf den wilden Norden des Landes beschränkt haben. Der Norden – Im Winter, ohne Sangria und ohne Siesta. Dafür rau, wunderschön und noch relativ unbekannt.

Die schroffe und gleichzeitig sanfte Küste verzauberte uns mit seinen saftig-grünen Hügeln, Steilküsten, einsamen Buchten und kilometerlangen Stränden. Leider wurden wir von Wind und Wetter die Küste entlang gejagt und können nur auf einen ein wöchigen Roadtrip zurückgreifen.

Nichtsdestotrotz genug, um dich mit ein paar Informationen und Beiträgen zu füttern.

Stand der Information

Januar 2020

Alle Angaben auf dieser Seite sind ohne Gewähr.

Allgemeine Reiseinformationen

Visa
Für Bürger der EU, der Schweiz, aus Norwegen und Liechtenstein reicht ein gültiger Reisepass oder Personalausweis. Alleinreisende Minderjährige mit Personalausweis müssen zusätzlich eine elterliche Erlaubnis mitführen. Seit 2012 benötigen alle Kinder und Jugendlichen – auch für Reisen in andere EU-Länder – ein eigenes Ausweisdokument. 

Bürger anderer Länder:
Die Höchstaufenthaltsdauer in Spanien beträgt 90 Tage. Die Bürger einer Reihe von Ländern müssen zur Einreise in Spanien ein gültiges Visum besitzen. Diese Länder sind in dieser Liste zu finden.

Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Spanien mit dem eigenen PKW gilt, dass er ein gültiges europäisches Kennzeichen haben muss – das gilt auch für einen Mietwagen. Mit dem Kennzeichen und einem gültigen Führerschein kannst du 90 Tage lang durch Spanien fahren.

Der neue EU-Führerschein ist laut Einreisebestimmungen für Spanien keine Pflicht. Es reicht sogar der alte, graue Führerschein, falls du diesen noch haben solltest. Auch die Grüne Versicherungskarte ist in den Einreisebestimmungen für Spanien nicht vorgeschrieben, damit können Unfallschäden und -folgen aber schneller geregelt werden. Wenn du mit dem Auto länger als 90 Tage in Spanien bleiben möchtest, müsst du das Fahrzeug genauso wie dich selbst melden.

Grenzabwicklung
Wir sind von Frankreich aus kommend – wie für Länder der EU typisch – ganz unspektakulär und ohne Kontrolle über die Grenze gerollt.

Geld
Geldautomaten und Banken gibt es in jeder Stadt und in beinah jedem kleineren Ort. Das Abheben von Geld mit der Kreditkarte oder deutschen Girocard ist problemlos möglich, je nach Bank ist das Abheben unter Umständen mit Kosten verbunden. 

Trinkwasser
Ganz allgemein lässt sich sagen: Zum Zähneputzen, Gemüsewaschen, Gießen und Kochen ist das Leitungswasser in jedem Fall überall in Spanien geeignet. Die Spanier trinken ihr Wasser auch meist direkt aus der Leitung. Um sicher zu sein, kann man es aber abkochen, gleich aus verschlossenen Flaschen benutzen oder durch die Filteranlage des Campers jagen. Wasser aus Handpumpen ist nicht empfehlenswert.

Wasser lässt sich auf Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen und an einigen Tankstellen auffüllen.

Kraftstoff
Tankstellen gibt es reichlich in jeder größeren Ortschaft und entlang der Bundes- und Hauptstraßen, sowie entlang der Autobahn.

Die Preise für Benzin und E10 liegen bei rund 1,30 € je Liter. Der Dieselpreis liegt bei rund 1,24 € je Liter.

Straßenverhältnisse
Wir können uns in diesem Fall nur auf Nordspanien beziehen. Die Straßenverhältnisse waren sehr gut. Auch entlegene Spots konnten wir mit unserem großen Camper ohne Mühe anfahren. Kritisch wird es da mehr in den kleinen Gässchen der Altstadt.

Maut
Innerhalb von Spanien musst du mit Mautgebühren rechnen. Aber, die gute Nachricht ist: Ein Großteil des Straßennetzes ist gebührenfrei. Generell unterscheidet man in Spanien zwischen den kostenfreien, staatlichen Autovías „A“ und den gebührenpflichtigen, privat betriebenen Autopistas „AP“. Gebühren fallen auch auf C-16 zwischen Barcelona und Berga,  der AG-55 in Galicien und auf der C-32 zwischen Barcelona und Tarragona an. Auch werden auf manche Umfahrungen Mautgebühren erhoben, wie auf der R-2, R-3, R4, M-30 um Madrid. Die Stadtautobahnen in und um Valencia oder Barcelona sind kostenfrei.

Die Mautgebühren richten sich nach Streckenabschnitt und Fahrzeugklasse. Eine Flatrate in Form einer Jahres-, Monats- oder Wochenmautplakette gibt es nicht.

Grob kannst du wie folgt rechnen:  100 Kilometer kosten rund 10 Euro.

Unterteilt wird in folgende Fahrzeugklassen:

Klasse 1: Motorrad, Pkw, Pkw mit einachsigem Anhänger, Wohnmobil

Klasse 2: Pkw mit zweiachsigem Anhänger, Kleinbus

Klasse 3: Bus, Lkw ab 4 Achsen

 Zum spanischen Mautrechner: https://www.autopistas.com/

Verkehr

Tempolimit
Allgemein:
· Autobahn: 120 km/h
· Auf Landstraßen 100 km/h
· Auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften 90 km/h
· In geschlossenen Ortschaften 50 km/h

Wohnmobile < 3500 kg:
· Autobahnen und Autovías: 90 km/h
· Auf Landstraßen: 80 km/h
· Auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften: 80 km/h
· In geschlossenen Ortschaften: 50 km/h

Wohnmobile > 3500 kg:
· Autobahnen und Autovías: 90 km/h
· Auf Landstraßen: 80 km/h
· Auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften: 80 km/h
· In geschlossenen Ortschaften: 50 km/h

 

Vorfahrt
Gibt es keine anders lautende Beschilderung, gilt in Spanien rechts vor links. Auch ohne Beschilderung hat in jedem Fall Vorfahrt, wer auf einer asphaltierten Straße unterwegs ist, auch wenn der Feldweg von rechts kommt.

Parkverbot
Weiße Linien:
Kostenloses Parken zu jeder Zeit.

Blaue Linien:
Es darf gebührenpflichtig geparkt werden. Die entsprechenden Automaten stehen zumeist in Sichtweite.

Gelbe Linien:
Halte- und Parkverbot, allerdings nicht für alle. Meist sind die gelben Markierungen explizit nur für Autos, Wohnwagen und LKWs gedacht. Motorroller und Motorräder können dort parken, wenn entsprechende Schilder darauf hinweisen oder auf der Fahrbahn „solo moto“ aufgemalt ist.
Wenn gelbe Linien durchgezogen sind, darfst du weder halten noch parken. Bei unterbrochenen Linien kannstdu kurz halten, z.B. um jemanden aussteigen zu lassen.

Telefonieren am Steuer
Das Telefonieren am Steuer ist in Spanien eine Straftat und wird mit bis zu 91 Euro geahndet.

Alkohol
Die Alkoholgrenze am Steuer liegt in Spanien bei 0,5Promille im Blut und bei 0,25 Promille beim Atemtest. Ist die Promillegrenze von 0,5 überschritten, musst du mit einem Bußgeld ab 500 Euro aufwärts rechnen.

Sicherheitsgurt
Jeder muss sich in Spanien anschnallen. Kinder unter 1,35 m Körpergröße dürfen nicht vorne sitzen. Sie dürfen nur hinten im Fahrzeug (in einem zugelassenen, passenden Kindersitz) befördert werden. Kinder über 1,35 m dürfen vorne sitzen und den normalen Sicherheitsgurt verwenden.

Bußgelder
0,5 Promille überschritten                     ab 500 Euro
Überhöhte Geschwindigkeit 20km/h    ab 100 Euro
Überhöhte Geschwindigkeit 50 km/ h  ab 600 Euro
Handy am Steuer                                    ab 200 Euro
Sicherheitsgurt nicht angelegt               ab 200 Euro

Kommunikation

Seit dem 15. Juni 2017 sind per Gesetz die Roaming-Gebühren innerhalb der EU vollständig abgeschafft, d.h. in der gesamten EU gelten die Tarife wie im Heimatland. Freikontingente an Telefonminuten, SMS oder Datenvolumen im EU-Ausland können genauso genutzt werden wie zu Hause.

Die spanischen Mobilfunknetze stehen unter starker Konkurrenz untereinander und telefonieren ist nicht allzu teuer. Zudem hat Spanien ein gut funktionierendes Festnetz zum Telefonieren sowie schnelle Breitbandnetze für Internetverbindungen.

Botschaften
Die Deutsche Botschaft befindet sich in Paris:

Adresse:  13-15, Avenue Franklin D.Roosevelt, 75008 Paris. Die Botschaft ist über die Telefonnummer 0033 1 53 83 45 00 erreichbar.

In Straßburg, Bordeaux, Lyon und Marseille gibt es Deutsche Generalkonsulate.

Informationen, Adressen und Öffnungszeiten sind unter https://allemagneenfrance.diplo.de/fr-de/vertretungen zu finden.

Kinder und Familie

Ärztliche Versorgung
Die ärztliche Versorgung in Spanien ist sehr gut, besonders in den Ballungszentren. Innerhalb der EU lassen sich alle medizinischen Leistungen mit der deutschen Krankenversicherung einkaufen, die in Deutschland als solche registriert sind.

Öffentlichkeit
Leider konnten wir während unseres relativ kurzen Aufenthaltes in Nordspanien nicht genügend Erfahrungen sammeln.

Stillen
Das Stillen in der Öffentlichkeit wird akzeptiert, allerdings nicht gern gesehen. Die meisten Mütter stillen in Spanien früh ab.

Besonderheiten
Achtung! Es ist allgemein bekannt, dass in Spanien viel und häufig in Autos eingebrochen, oder sie gar geklaut werden. Mitunter sogar, während die Besitzer in ihm schlafen. Also Vorsicht walten lassen und keine Wertgegenstände sichtbar im Auto liegen lassen.

Stellplätze

Prinzipiell gilt, dass in Spanien freies Stehen nicht erlaubt ist. In Nordspanien, ganz besonders außerhalb der Hauptsaison wird es aber größtenteils toleriert. Wichtig ist, dass es nicht nach Campen aussieht, sondern lediglich nach Parken und das kein Müll liegen gelassen wird!

An Orten, wo ein Verbotsschild aufgestellt ist, oder in Nationalparks solltest du natürlich nicht wild campen und in diesem Fall lieber weiterziehen.

Allgemein können wir sagen, dass wir keine Probleme hatten, an Spaniens Nordküste wunderbare, naturnahe Stellplätze zu finden und das sogar direkt am Strand oder an der Klippe!

Stellplätze
Unser Lieblingsstellplatz in Nordspanien, in der Nähe von Galiziano

Phantastischer Stellplatz mitten in der Nartur, auf einer Klippe, neben einer Bucht und umgeben von Eukalyptusbäumen. Es gibt viel in der Natur zu entdecken, wie Höhlen entlang der Klippen, kleine Wanderwege, Buchten und Kaninchenlöcher. Für uns war es perfekt, nur leider sehr stürmisch.

Adresse:
28 Barrio Galizano, 39160 Galizano, Spanien

Koordinaten:
43°28`50.88‘‘ N -3°40‘ 25.17‘‘ W

Besonderheiten:
Keine Toiletten, keine Mülleimer. Unbedingt den Müll sammeln und nicht liegen lassen.

Stellplatz in Galizano, Nordspanien: Hier geht es zum Beitrag

Wildcampen in Nordspanien

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